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Openshop expandiert planmäßig 09.10.2000
AC Research
Die Analysten von AC Research sehen aufgrund der weiterhin soliden Geschäftsentwicklung eine attraktive Investmentmöglichkeit in den Aktien von Openshop (WKN: 780470), sobald der Titel seinen aktuellen Abwärtstrend endlich stoppen kann.
Das Unternehmen sei einer der größten deutschen Anbieter von e-Business-Software, dessen Produkte sich durch eine besonders offene und flexible Programmarchitektur auszeichneten und somit problemlos und mit geringem Installationsaufwand an die bestehenden EDV-Systeme des Kunden angepasst werden könnten. Seinen Fokus habe Openshop verstärkt im mittleren Preissegment, das Expertenschätzungen nach schneller als beispielsweise der High-End-Bereich wachsen werde, und profitiere hier von niedrigeren Anschaffungs- und Betriebskosten gegenüber den meisten Konkurrenzprodukten. Dabei eignet sich die Software aufgrund der hohen Flexibilität besonders im lukrativen B2B-Segment, da beim Handel zwischen Unternehmen der Datenaustausch oftmals zwischen verschiedenartigen EDV-Systemen geschehen muss, so AC Research.
Das laufende Geschäftsjahr habe dabei bislang alle Erwartungen voll erfüllt: Der Hauptvertriebskanal, das OEM-Geschäft, laufe dank starker Partner wie bäurer und Haufe Lexware nach wie vor sehr gut und habe im ersten Halbjahr knapp drei Viertel der etwa 3300 verkauften Softwarelizenzen eingebracht. Neue (wenn auch kleinere) ERP-Anbieter hätten als Partner gewonnen und mit der Schweizer Post auch ein neuer Großkunde akquiriert werden können, der allein in diesem Geschäftsjahr für Erlöse in Höhe von einer Mio. DM gut sein wird und für die Zukunft einige Folgeaufträge verspricht, so die Analysten.
Doch auch der andere Absatzweg, der indirekte Vertrieb über Distributoren und Partner, konnte den Anlageexperten nach in den vergangenen Monaten nochmals deutlich verstärkt werden und dürfte deshalb laut Finanzvorstand Peter Kuhl bis Jahresende einen Umsatzanteil von gut 40 Prozent erreichen, was wegen der höheren Margen in diesem Bereich eine erfreuliche Entwicklung darstelle. Insgesamt verfüge Openshop aktuell nämlich über mehr als 20 Softwaredistributoren und 390 Implementierungspartner weltweit (Stand zum IPO im März: 250), darunter seit kurzem so etablierte Player wie Opengate in Italien und die schwedische Nocom, über die beispielsweise der gesamte Skandinavische Markt bedient werden könne.
Darüber hinaus verspreche auch die Produktseite dank einiger Neuerscheinungen einiges an Umsatzphantasie: Neben einer standardisierten Online-Marktplatz-Lösung, die bereits in dem mit bäurer gestarteten Joint-venture „b-gate.com“ erste Erfolge erziele, ASP-Versionen der Openshop-Produkte, mit deren Hilfe man in Zukunft auch kleinere Mittelständler (wie z.B. den Großteil der Lexware-Klientel) als Absatzfeld erschließen könne, sowie einer neuen e-Commerce-Lösung, die zusammen mit Intel auf einer Roadshow Ende dieses Jahres europaweit vorgestellt werden solle, stehe auch ein Update des Kernproduktes „Openshop Business“ an, das laut Kuhl nicht nur „leistungsfähiger und leichter zu bedienen sein, sondern auch neue Features, wie bsp. eine verbesserte m-Commerce-Komponente, beinhalten wird“.
Um dem durch die rasche Expansion stetig steigenden Schulungs- und Consultingbedarf nachzukommen, sind dem Finanzvorstand nach bis Jahresende zudem weitere Akquisitionen (wie die zuletzt getätigte von PSS) zu erwarten: „Dank unserer mit 90 Mio. Euro Cash und zusätzlich 4,7 Mio. neuer genehmigter Aktien prall gefüllten Kriegskasse wäre jedoch auch der Kauf eines ausländischen Projektdienstleisters denkbar, um auf diese Weise das Wachstum in dem jeweiligen Land zu beschleunigen.“
Insgesamt stünden die Chancen also nicht schlecht, dass Openshop sein Ziel, den Umsatz bis 2002 von den anvisierten 13 Mio. DM im laufenden Jahr auf 80 Mio. DM steigern und dann erstmals die Gewinnschwelle erreichen werde, wobei die zu erwartenden Akquisitionen hierin noch nicht einmal berücksichtigt seien. Das einzige echte Risiko auf dem Weg dorthin sehen die Anlageexperten in dem noch relativ unsortierten US-Geschäft, das laut Kuhl dieses Jahr weniger als eine Mio. DM, in zwei Jahren jedoch bereits ein Viertel zu den Erlösen beisteuern soll. Bis spätestens Jahresende wollen die Ulmer den dort momentan noch vakanten Posten des CEO aber mit einem geeigneten Kandidaten besetzt haben (intensive Gespräche liefen diesbezüglich seit einiger Zeit), so dass die durchaus ambitionierte Planung vor allem vor dem Hintergrund eines eventuellen Zukaufs jenseits des großen Teichs nicht unrealistisch erscheint.
Basierend auf diesen Prognosen weise die Aktie aktuell ein 2002er Kurs/Umsatz-Verhältnis (KUV) von unter sechs auf, was sowohl historisch, als auch gemessen an den angepeilten Wachstumsraten von 150 Prozent p.a. bzw. im Branchenvergleich günstig erscheint, da z.B. der (wenn auch wesentlich etabliertere) Konkurrent Intershop selbst nach dem letzten Kurssturz momentan mit einem mehr als doppelt so hohen Faktor bewertet werde. Ein gewisser Bewertungsabschlag sei zwar gerechtfertigt, aber viel mehr als ein Drittel habe dieser in der Vergangenheit nie betragen, so AC Research.
Mittelfristig stelle das aktuelle Kursniveau deshalb fundamental betrachtet eine attraktive Einstiegsgelegenheit dar, die genutzt werden sollte, sobald eine solide Bodenbildung stattgefunden hat.
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